23. Match Race Germany 08. - 12. September 2021

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Lokalmatador Ellegast segelt ins Viertelfinale, sieben Teams erreichen die Zwischenrunde, fünf fahren heim

Langenargen, 23. Mai 2015. Lokalmatador Tino Ellegast hat sich im 18. Match Race Germany für die Viertelfinalrunde qualifiziert. Mit einer souveränen Vorstellung am dritten Tag des deutschen WM-Laufs der World Match Racing Tour segelten der Konstanzer Steuermann und seine Crew in die nächste Runde. Mit drei Siegen in Folge katapultierte sich das Team Ellegast am Samstag unter zwölf Teams aus zehn Ländern in der Abschlusswertung der Vorrunde auf Platz drei. Mit ihm segelten das zweitplatzierte Schweizer Team SailBox mit Skipper Eric Monnin, Matthew Jerwoods australisches Team Redline Racing, Joachim Aschenbrenners dänisches Aschenbrenner Racing Team, Mark Lees Team GBR Match Racing und Reuben Corbetts Kiwis ins Viertelfinale. Vorrundensieger Tomislav Basic und sein TB Race Team zogen mit 9:2 Punkten direkt ins Halbfinale ein und warten dort auf ihre Gegner. Von den sechs Viertelfinalistensegeln qualifizieren sich die drei besten Mannschaften fürs Halbfinale.
 
„Heute ist es wirklich gut gelaufen. Wir haben alle Starts gewonnen und das ist im Matchrace immer die wichtigste Voraussetzung zum Siegen“, sagte Tino Ellegast, der im Großen Preis von Deutschland mit Arne Gülzow den Konstanzer Yacht-Club repräsentiert und sich mit Felix Diesch, Max Rieger und Thosi Stemmer Verstärkung vom Württembergischen Yacht-Club ins Boot geholt hat. Zusammen segelte das Quintett am Samstag auf der Erfolgswelle. Zu den weiteren Aussichten seines Teams sagte der 35-jährige Ellegast vom Konstanzer Yacht-Club: „Wir sind völlig optimistisch, denn wir haben Bootspeed, können starten und theoretisch mit jedem Gegner voll mitfahren.“
 
Ellegasts junge Clubkameraden vom Schüler-Segelclub Konstanz dagegen schieden mit 1:11 Punkten aus. Steuermann Felix Schrimper sagte: „Wir haben bei unserem ersten Start bei einem WM-Lauf viel Lehrgeld gezahlt, aber auch sehr viel gelernt. Das Gefühl für die großen Boote ist im Laufe der Rennen immer besser geworden. Am liebsten würden wir jetzt gleich noch einmal durchstarten.“ Die Veranstalter hatten dem Hamburger Weltumsegler und America’s-Cup-Segler Tim Kröger eine Wild Card für das Match Race Germany gegeben. Der erfahrene Segelprofi hatte sich die Schüler-Crew aus Konstanz mit dem Deutschen Matchrace-Vizemeister Schrimper, Johannes Voigt, Sebastian Uecker und Noel Beck an Bord geholt. Kröger sagte: „Meine junge Crew hat die Herausforderungen super gemeistert und nimmt sicher ganz viel von diesem Einsatz für die Zukunft mit. Auf dieser Basis war mein kleiner Einsatz trotz vieler Niederlagen sehr lohnenswert.“ Einen Glückwunsch sprach Kröger Team Ellegast aus: „Tino und seine Jungs sind wirklich gut, haben stark gesegelt. Die könnten hier noch sehr weit kommen und wir drücken Ihnen dafür die Daumen.“
 
Auch für den erst 24 Jahre alten Vorarlberger Max Trippolt aus Bregenz reichte es nicht ganz zum Sprung ins Viertelfinale. Sein Trippolt Sailing Team verpasste den Cut als Vorrunden-Achte ganz knapp. „Wir sind trotzdem sehr zufrieden mit unserer Leistung und haben dieses perfekt organisierte Event sehr genossen“, so Trippolt, „wir waren an Nummer zehn gesetzt und konnten uns auf Platz acht verbessern. Wir sind gut gestartet und konnten auch Matches gegen starke Teams gewinnen. Es war vieles möglich. Am Ende waren es vor allem Flüchtigkeitsfehler, die uns um den Einzug ins Viertelfinale gebracht haben, doch wir sind mehr als zufrieden und haben sehr viel dazugelernt.“
 
Im Anschluss an das Vorrundenfinale fand am späten Samstagnachmittag im Regattadorf im Langenargener Gondelhafen die Wahl der Viertelfinalgegner vor großem Publikum statt. Während Vorrundensieger Basic – bereits gesetzt für das Halbfinale – das Geschehen entspannt beobchtete, durfte sich der Vorrunden-Zweite Erik Monnin zunächst seinen Gegner wählen. Die Wahl des Schweizers fiel auf das britische Team von Mark Lees. Monnin sagte: „Sicher wären wir auch gerne direkt ins Halbfinale eingezogen, doch das Viertelfinale wird uns warm halten und noch ein wenig mehr Praxis gewinnen lassen.“
 
Anschließend wählte sich der Vorrunden-Dritte Tino Ellegast das australische Team von Matthew Jerwood zum Duell und sagte: „Wir mögen die leichten Winde auf dem Bodensee und hoffen, dass sie noch eine Weile bleiben.“ Damit bilden Joachim Aschenbrenners Crew und Reuben Corbetts Mannschaft die dritte Vietelfinal-Paarung. Anschließend schickte Wettfahrtleiter Rudi Magg die Viertelfinalisten direkt wieder aufs Wasser zu den Auftakt-Matches der Viertelfinalrunde. Der deutsche Grand Prix der internationalen Matchrace-Elite endet am Montag mit der Siegerehrung und der Ausschüttung von 30.000 Euro Preisgeld.

ENDERGEBNIS ROUND-ROBIN-VORRUNDE
(Nach 22 Flights und 66 Duellen)
 
1. Tomislav Basic, 40, Split/Kroatien, TB Race Team – 9:2
2. Eric Monnin , 39, Stäfa/Schweiz, Team SailBox – 9:2
3. Tino Ellegast, 35, Konstanz/Deutschland, Team Ellegast – 6:5
4. Mathew Jerwood, 22, Australia, Redline Racing – 6:5
5. Joachim Aschenbrenner, 21, Nivå/Dänemark, Aschenbrenner Racing – 6:5
6. Mark Lees, 23, Poole/Großbritannien, GBR Match Racing – 6:4
7. Reuben Corbett, 27, Kerikeri/Neuseeland, Corbett Racing – 5:6
8. Max Trippolt, 24, Bregenz/Österreich, Trippolt Sailing Team – 5:6
9. Przemyslaw Tarnacki, 37, Danzig/Polen, Energa Yacht Racing Team – 5:6
10. Dejan Presen, 33, Ljubljana/Slowenien, Lumba Match Race Team – 4:7
11. Christian Binder, 52, Schwechat/Österreich, Flat Lake Sailing Team – 4:7
12. Tim Kröger, 50, Hamburg/Deutschland + Felix Schrimper, 18, Konstanz/Deutschland, New Wave by adidas – 1:10

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