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Der Mann, der Boote schnell machen kann: Offshore- und Matchrace-Meister Max Gurgel

Langenargen (Match Center Germany/Match Race Germany), 2. Juni 2017.  Max Gurgel und seine Crew vom Hamburger Segel-Club sind erfolgreich ins Match Race Germany eingestiegen. Das Team Vmax Yachting hat nur sein erstes Duell verloren und anschließend viermal in Folge gewonnen. Damit etablierten sich die Norddeutschen  nach einem guten Drittel der Vorrunden-Matches in den Top Drei.

Steuermann Gurgel ist in Seglerkreisen bekannt als der Mann, der Boote schnell machen kann. Der Physiker und Informatiker, der seine Master-Arbeit einem Thema der Oberflächenphysik gewidmet hat, stellte anschließend beim zweimonatigen Einsatz für einen Software-Entwickler fest: „Ich bin kein Büromensch.“

Gurgel entschied sich für die Selbständigkeit und fragte sich: „Was kann ich am besten?“ Die Antwort war schnell gefunden: Boote schnell machen. Der Hamburger setzte sein Motto „Vmax“ in ein Logo um und startete unter diesem Namen als freier Berater durch. „V steht in der Physik für Geschwindigkeit“, erklärt der 31-jährige, „es geht also darum, Booten zu ihrer maximalen Geschwindigkeit zu verhelfen.“ Dass er diese Disziplin herausragend beherrscht, hat Gurgel bei Deutschen Offshore Meisterschaften in den vergangenen Jahren überzeugend nachgewiesen. Neben Matchrace-Erfolgen wie dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2016 und der damit verbundenen Wild Card für das Match Race Germany 2017, gewannen Gurgels Teams mit größeren Yachten die ORC-Titel in den Jahren 2012, 2014 und 2016. In der Deutschen Seesegel-Szene ist Gurgel bekannt für seine Fähigkeit, mit seinen Teams das Maximum an Speed aus den ihm anvertrauten Booten herauszuholen.

Inzwischen setzt er dieses Können auch für andere Auftraggeber ein: „Eigner oder Crews sprechen mich an, ob ich etwas für sie tun kann. In der Regel finde ich an jedem Boot Optimierungspotenzial.“ So etwa verlieh er der „Sydbank“ im vergangenen Winter zusätzliche Kräfte, indem er den Messbrief optimierte. Dafür verlegte er 300 Kilogramm Innenballast am Mastfuß um zweieinhalb Meter nach hinten. „Auf dem Papier fahren sie damit in allen Bedingungen langsamer. Real fahren sie bei wenig Wind genauso schnell, wenn sie die Crew weiter nach vorne schicken“, erklärt Gurgel, „und bei viel Wind will man das Gewicht ohnehin weiter hinten haben.“ In dieser neuen Konfiguration holte die „Sydbank“ bei der MAIOR-Regatta zum Saisonauftakt eine ganze Serie erster Ränge.

Ob auch Konstruktionsbüros bei Gurgel anfragen? „Das wäre schön!“, sagt der erfahrene Steuermann, der seine Selbständigkeit erst zu Beginn dieses Jahres aufgenommen hat. Warum er auch in der Duell-Disziplin Matchracing hierzulande so erfolgreich ist? „Wir machen das schon sehr lange, etwa seit 2003. Matchracing hat auch sehr viel mit Erfahrung zu tun. Damit können wir dienen.“ Und das hat das hanseatische Quintett mit holländischer Verstärkung bei seiner Premiere im Match Race Germany bislang mit Rennsiegen in Folge demonstriert. Ihr Ziel hatten sie vor dem ersten Startschuss auch klar ins Visier genommen: „Wir wollen gerne die Halbfinalläufe erreichen.“ Den Grundstein dazu haben sie am Donnerstag und Freitag gelegt.

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